Info-Veranstaltung zum Wasserrechtsantrag des OOWV in Holdorf erfolgreich


Die Veranstaltung machte deutlich:
Die Sorge um die Entwicklung der Region, in der das Wasserwerk in Holdorf fördert, ist bei Holdorfs Bürgern groß. Die Protestaktion im letzten Sommer und die unzähligen Einwände hatten das schon derzeit deutlich gemacht. Dem Landkreis liegt seit eineinhalb Jahren ein Wasserrechtsantrag vor, über den der Verband die Fördermenge auf 5,5 Mio cbm/a erhöhen will. Dies nahm unser Landtagskandidat der SPD, Martin Fischer, zum Anlass, zu einer Information über den Stand der Entwicklung einzuladen. Interessierte und betroffene Bürger, Bürgermeister Dr. Krug, die Amtsleiter der Gemeinde, Kreistagsmitglied Bernard Echtermannn, Bundestagsabgeordnete Gabriele Groneberg und die Landtagsabgeordnete Renate Geuter waren der Einladung gefolgt. Die Abgeordneten konnten sich durch den engagierten Vortrag von Franz Greve von der Interessengemeinschaft für umweltverträgliche Wasserförderung ein umfassendes Bild von der Situation in Holdorf machen.

Als Hauptkritikpunkt gegenüber dem Verband kristallisierte sich heraus, dass schon am 15.3.12 die Grundwasserabsenkung erreicht wurde, die der OOWV im Wasserrechtsantrag erst für die Zeit der erhöhten Wasserförderung von 5,5 Mio cbm/a prognostiziert, so Franz Greve. Dies hätten von der IGUVW vorgenommene Messungen an den Peilbrunnen gezeigt.
Die forstwirtschaftlichen Schäden durch den fehlenden Grundwasseranschluss, Trockenfallen der Hausbrunnnen, Gebäudeschäden sind nach Aussagen von Zuhörern unübersehbar und nicht zu leugnen. Akteneinsicht durch die Interessengemeinschaft zeigte, dass eine vorgeschriebene forstwirtschaftliche Beweissicherung in den 70er Jahren eingestellt und nicht wieder aufgenommen wurde. Dies erfolgte ohne schriftlichen Beschluss.
Langfristig, so Bürgermeister Dr. Krug, müsse die Wasserversorgung durch ein weiteres Wasserwerk gewährleistet werden, denn hier ist Solidarität nicht nur von Holdorf, sondern von der gesamten Region gefordert.
Den Ruf der Bürger nach Unterstützung der Politik auf Landesebene musste
Renate Geuter mit Bedauern zur Kenntnis nehmen. Genehmigungsbehörde sei der Landkreis, dem Land obliege nur die Rechtsaufsicht, nicht die Fachaufsicht. Es sei also zu hoffen, dass der Landkreis als Genehmigungsbehörde durch die Einwände der Bürger und die fachlich hochqualifizierten hydrogeologischen Auswertungen, die die IGUVW gemeinsam mit der Gemeinde erstellen ließen, zu einer weisen Entscheidung finde, beschloss Martin Fischer die Veranstaltung.

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